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Sand ist Mangelware am Bau!

Die Situation im Bereich Kies und Sand eskaliert nun schon seit über einem Jahr. Sand als Baustoff aber auch Rohstoff für z.B. Beton, Mörtel und als Zuschlagstoff auch außerhalb der Baubranche wird mangels vorhandener Abbaugebiete eng. Besonders betroffen sind feinkörnige Sortierungen 0,63 bis 2mm.

Die Konsequenzen sind klar!

Wenn es keinen Sand in der jeweiligen Region mehr gibt, werden Baustellen verzörgert oder garnicht beliefert. Der sog. Transportbeton, welcher für Keller, Bodenplatten und Wandelemente bis hin für komplexe Beton-Bauwerke benötigt wird, beginnt regional knapp zu werden.

  • Bauverzögerung ggf. mit drohenden Konventionalstrafen durch Bauträger.
  • Verteuerung der Teilausführungen im Bauwerk (Keller, Rohbau)
  • Beispiele von betroffenen Bauprodukten: Mörtel, Fliesenkleber, Kalksandstein, Porenbeton, Ziegelstein, Dachstein, Wand- bzw. Fassadenputze,
  • Steigerung der Baupreise in Summe (Kalkulation und Risikobetrachtung – Baukostenrechnung)
  • Mietpreissteigerung (Umlegung von Baukosten)
  • Umstellung auf alternative Bauformen, mit wenig oder garkeinem Bedarf an Sand oder Kies z.B. Holzbau – Holzständer bzw. Holzrahmenbau. Massivholz-Deckenelemente statt Betondecke…, Attraktivität von Stahlbaukonstruktionen steigt auch im Wohnbau.
  • Umstellung weg von Bodenplatten hin zu Punktfundament oder Streifenfundament.
  • Bedeutung von RC-Baustoffen wächst weiter! Recycling als Chance den Materialbedarf am Markt in Summe zugunsten der o.g. Körnungen zu decken.
  • Mehrkosten durch ggf. längere Transportwege (Schwertransport)
  • Steigerung des Frachtaufkommens in der Binnenschifffahrt sowie LKW-Verkehr und damit eine Mehrbelastung der Infrastruktur.
  • Attraktivität von Beton-Fertigteilen aus rohstoffstarken Regionen steigt.
  • Verteuerung von Maßnahmen zur Starkregenvorsorge, da Beton bzw. Stein (Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton …) ein idealer Baustoff bei Überflutungsrisiko darstellt (kaum Bauschäden durch kurzzeitiges Wasser)

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