Alles rund um Bauen und Wohnen!

Holz ölen – Walnuss

geöltes Buchetablet

Wenn man Utensilien in der Küche, wie z.B. ein Schneidbrett oder ein Küchentablet dauerhaft nutzen möchte und diese noch nach vielen Einsätzen ansehnlich bleiben sollen, kommt man um eine Behandlung nicht umhin.

Aber wie stellt man das an? Lackieren? Lasieren? Ölen?

Lack

stellt eine versiegelte Oberfläche dar, die durch Kratzen, Schneiden und Feuchtigkeit schnell an Glanz und Schutz verliert. Im Küchenbereich daher nur bedingt hilfreich.

Lasieren

geht einen besseren Weg und dringt in die obere Holzschicht ein. Klassische Lasuren sind nicht im Lebensmittelbereich zugelassen bzw. können problematisch sein.

Ölen

ist eine altbewährte Technik, die Dank natürlicher Öle problemlos ist. Hinzu kommt, dass jederzeit nachgeölt werden kann, ohne Gefahr von Flecken bzw. Verfärbungen.

Ölen, aber mit was?

Jeder hat schon von Leinöl gehört. Genial, weil günstig und fast farbneutral. Aber Vorsicht, Leinöl gibt es prinzipiell 2 Ausprägungen:

  • Leinölfirnis ist speziel thermisch behandelt und enthält Zusätze, wie Schwermetallsalze. Diese unterstützen ein schnelleres Trocknen und haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Das Öl ist dickflüssiger und lässt sich damit gut verarbeiten. Natürlich ist es damit problematisch beim Einsatz im Lebensmittelbereich.
  • Leinöl, wie man es aus der Küche kennt, farbneutral. Der Schreiner hat eine Flasche gern bei sich in der Werkstatt offen stehen, damit das Öl weiter ausdünstet und dickflüssiger wird.

ACHTUNG!

Es klingt vielleicht etwas seltsam, aber Leinöl kann sich selbstentzünden, daher sind z.B. Stoffe/Lappen mit Leinöl getränkt idealerweise in luftdichten Gefäßen z.B. Schraubgläsern aufzubewahren.

Ein weiteres natürliches Öl im Schnellzugriff ist das Walnussöl, wie in unserem Beispiel verleiht es einem hellen Holz eine dunkelbraunee Note und könnte schon in Richtung Nußbaum sortiert werden.

Anwendung Walnussöl (sehr simpel)

Entweder nutzt man einen getränkten Lappen oder gießt das Öl direkt auf. Es gibt nicht zuviel, da nur die obere Holzschicht das Öl aufnimmt, der Rest “steht” auf dem Holz und kann verwischt bzw. verteilt werden. Ein sanftest Einreiben bis es flächig getränkt ist, reicht völlig aus. In Summe sollte es ca. 1 Woche trocknen. Walnussöl-Oberflächen dunkeln noch nach!

Previous Article

Related Post